Manfred Hartung
22. March 2026
Am 8. Mai durfte ich endlich das 40-Tonnen-Riesenabenteuer erleben, das mir mein Mann zum Geburtstag geschenkt hatte. Natürlich hatte ich mir zuvor ein paar Folgen der „Trucker Babes“ reingezogen – doch Fernsehen ist eben nicht das Gleiche wie selbst ans Steuer zu gehen. Unser Fahrlehrer, ganz entspannt und gerade dabei, sein VorgängerTeam zu verabschieden, machte sofort klar: „Ich lasse Dich machen und greife nur ein, wenn es wirklich nötig ist.“ Ein Satz, der mir enormen Druck nahm. Das erste Hindernis war der Aufstieg ins Fahrerhaus – eine kleine Kletterpartie, die sich aber lohnte. Oben angekommen, passte ich Sitz und Lenkrad an, und schon ging’s los. Überraschung Nummer 1: Lässt man die Kupplung erst einmal kommen, rollt der Brummie ganz von allein. So konnte ich mich voll aufs Gas geben, Bremsen und vor allem aufs Lenken konzentrieren. Am Anfang war selbst die Linkskurve schwierig. Wie weit man erst einmal nach vorne rollen muss damit man nicht den Kantstein hinten mitnimmt, lernt man nur durch Vertrauen in den Fahrlehrer. Aber die Rechtskurve war nochmal eine Nummer härter: Hier musste ich auf jedes seiner Worte exakt hören. Doch nach seiner präzisen Einweisung rang ich mich sogar dazu durch, den 40-Tonner rückwärts in eine enge Lücke zu manövrieren – und es klappte auf Anhieb! Zum Schluss noch eine Überraschung für den Fahrlehrer, man kann auch den gewaltigen Motor vom Truck abwürgen. Der Abstieg aus luftiger Höhe gestaltete sich dann zwar noch einmal knifflig, doch nach dem Motto „Die Träne quillt, die Erde hat uns wieder“ stand ich wohlbehalten und voller Adrenalin unten. Diese kurzweilige Stunde war ein Riesenspaß – ein Erlebnis, das wir nur jedem empfehlen können!