Stefan Stolze
22. March 2026
Enttäuschende Erfahrung mit mangelhafter Kommunikation – nicht empfehlenswert Unser Sohn hatte sich Anfang 2024 bei der Fahrschule Riedel in Dresden für den Pkw-Führerschein angemeldet und den Theoriekurs im Februar/März absolviert. Danach verlief der Fortschritt – wie bei vielen jungen Menschen – etwas langsamer: Lehre, Alltag, Großstadtleben ohne akuten Führerscheindruck. Im März 2025 hatte er schließlich die notwendige Punktzahl in der Lern-App erreicht und wollte sich zur Theorieprüfung anmelden. Zwei Monate zuvor hatte er telefonisch die Reaktivierung der App angefragt – diese wurde problemlos und kostenfrei wieder freigeschaltet. Für uns war damit völlig klar: Der Ausbildungsvertrag ist weiterhin aktiv. Doch als er sich zur Prüfung anmelden wollte, kam eine knapp formulierte Absage per Mail: Zitat: "nach Sichtung der Unterlagen müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass Ihr Vertrag ausgelaufen ist. Sie haben es nicht geschafft, innerhalb der Vertragslaufzeit, die Fahrschule/Theorie zu beenden. Bisher waren solche Fälle kein Problem für uns, diese wurden einfach verlängert. Unsere momentane Situation läßt dies aber derzeit nicht zu..." Auf Nachfrage wurde auf die AGBs verwiesen. Und hier liegt das eigentliche Problem: In den AGBs (die beim Vertragsabschluss nicht ausgehändigt oder erklärt wurden – im Vertrag steht lediglich, sie seien „einsehbar“) steht folgender entscheidender Satz: „Die Ausbildung endet mit der bestandenen Fahrerlaubnisprüfung, in jedem Fall nach Ablauf von sechs Monaten seit Abschluss des Ausbildungsvertrages.“ Diese Klausel bedeutet: Wer nicht innerhalb von sechs Monaten fertig ist – aus welchen Gründen auch immer – verliert seinen Anspruch auf weitere Leistungen. Dass diese Regel so gravierende Konsequenzen hat, wurde an keiner Stelle aktiv kommuniziert. Es gab keine Fristwarnung, keine Erinnerung – und die Reaktivierung der App nach Ablauf dieser Frist war für uns irreführend und vermittelt falsche Sicherheit. Auf den Hinweis, dass dieses Verhalten aus Kundensicht nicht nachvollziehbar ist, kam nur: „Wir können ja auch mal was vergessen.“ Unser Fazit: Rechtlich mag das Vorgehen abgesichert sein – aber in puncto Transparenz, Fairness und Kundenkommunikation enttäuscht die Fahrschule auf ganzer Linie. Jetzt stehen wir ohne Unterstützung da, müssen eine neue Fahrschule finden und eine Wechselgebühr von ca. 300 € zahlen. Diese Rezension schreibe ich nicht leichtfertig – aber ich hoffe, sie regt zumindest zur Reflexion und Verbesserung interner Abläufe an. So, wie es gelaufen ist, können wir die Fahrschule leider nicht empfehlen.